Unfrisiertes

Unfrisiertes, Unreifes, Unüberlegtes

Magie

Verfasst von unfrisiertes am November 21, 2007

Und wo wir schon bei Musik sind: In meinen Ohren ist Jeanie Brysons “Tonight I need you so” pure Magie. Und konkret der “Two Hump Ride” jede vorstellbare Steigerung davon.

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Sorry, Sandra!

Verfasst von unfrisiertes am November 20, 2007

Bei Maischberger läuft eine für die üblichen Verhältnisse sicher interessante Diskussion. Wie soll ich mich als politisch interessierter Mensch entscheiden, der die Sendung aus verschiedenen Gründen nicht in ein Fenster auf seinen PC holen kann, wenn der Fernseher in einem anderen Raum steht?

Schwierige Frage.

Aber auf meinem PC läuft gerade “Pacific Coast Highway” von Nils. Nicht mehr so schwierig, die Frage.

Ergänzung:

Der bisher einzige Kommentator bei amazon.de äußert sich wie folgt:

Die CD von Nils ist musikalisch ungewöhnlich einfallsreich, von den (meist eigenen) Musikstücken her angenehm abwechslungsreich und insgesamt sehr, sehr gut performed. Begnadeter kann Smooth-Jazz kaum in Szene gesetzt werden. Nils ist ein ausgezeichneter Gitarrist, und auch die Perkussionisten/Keyboards sind herausragend. Unter den durchweg guten Stücken sind “Georgy Porgy” und “Sneakin” besonders hervorzuheben, letzteres mit ungewöhnlichen, sehr gut gemachten Harmoniewechseln. Die CD hat Pep und atmet den Geist des amerikanischen Westens.

Insgesamt stimme ich ihm zu. Aber ich mag “Hey Ya” noch ein wenig mehr.

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Musik

Verfasst von unfrisiertes am November 6, 2007

Mit Amüsement habe ich zur Kenntnis genommen, dass es drüben bei den wahren Linken eine Bestrebung gibt, der Welt die einzig korrekte Art von Musik mitzuteilen. Ganz ehrlich: Wer so denkt, kommt irgendwann auch noch auf die Idee, Sexstellungen für verbindlich zu erklären.

Also verlassen wir besser das Reich der Avantgardisten und wenden uns dem zu, was Menschen einfach so doll finden. In meinem Fall ist das der Jazz zwischen Dixie und Free, aber mit besonderer Vorliebe für sehr meliodiöse und rhythmische Themen. Spryo Gyra, Fourplay, Brian Culbertson und Jeff Lorber wären da Kollektive bzw. Leute, die für mich diese Bedingungen erfüllen.

Da ich damit rechne, dass die bei uns kaum jemand kennt, wäre ich versucht, exemplarisch Stücke dieser Bands bzw. Komponisten zur Verfügung zu stellen. Aber es gibt da dieses Urheberrecht, das eher die Vergessenheit seiner Interpreten in Kauf nimmt, als ihre Werke zu verbreiten.

Ok, you know where you get me…

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Freunde in rauer Welt

Verfasst von unfrisiertes am November 6, 2007

Muss ich die Bekanntschaft zu meiner Liebsten noch der Plattform AOL zugute halten, ist es endgültig das Internet, welches für dieses schöne Ereignis verantwortlich ist:

Als ich vor einigen Jahren geschäftlich in den USA zu tun hatte, traf ich in der dortigen Tochterfirma “meines” Konzerns einen Franzosen, der sich gerade in seinen neuen Job in diesem Land einarbeitete. Sofort entwickelte sich in “Feindesland”[1] eine europäische Solidarität. Eine, die durch meine Liebe zur französischen Sprache wahrscheinlich noch gefördert wurde - so einfach macht sich ein Franzose mit einem “Boche” (jetzt nicht DER Boche, sondern eben einer…) nicht gemein. Aber er und ich hatten Spaß, zwischendurch Französisch sprechen zu können, obwohl wir natürlich auch ins Englische fielen. Spaß hatten wir auch sonst, indem wir aus europäischer Sicht unsere Umgebung reflektierten. Kurz und gut: Da trafen sich zwei, die sich vorher nicht kannten, aber durchaus mochten. Zwar innerhalb eines Konzerns, aber jenseits aller Hierarchien. Wobei er fürs tatsächliche Geschäft wichtiger war, ich aber den direkten Zugang zum obersten Boss hatte, was wir beide natürlich im Hinterkopf behielten.

Um so schöner fand ich es, dass wir unseren Kontakt einige Zeit aufrechterhielten, auch nachdem wir den Konzern verlassen hatten. Dann verlor sich die Spur etwas, wie das nunmal so passiert. Aber, Wunder des Web 2.0, über eine Kontaktkette in LinkedIn wurde mein französischer Freund auf mich wieder aufmerksam und schickte mir eine E-Mail. Es ist eine großartige Aussicht, von hier jederzeit mit dem TGV nach Paris fahren zu können, um mit ihm wieder über die Amis zu lästern. Irgendwann demnächst mache ich das wahr.

[1] Auch für Europäer, die den USA gegenüber positiv eingestellt sind, ist dort vieles so fremd, dass sich dieser ironische Ausdruck einstellen kann. Realiter fühlten wir uns natürlich pudelwohl.

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Über Altkatholiken

Verfasst von unfrisiertes am Oktober 17, 2007

Meine Kumpels drüben bei B.L.O.G. haben mir in ihrem eigenartigen Humor nahe gelegt, mehr über die Konfession zu erzählen, der ich angehöre.

Nun, ich könnte es mir einfach machen. Und ja, diese Chance lasse ich an mir nicht ungenutzt vorübergehen ;-) Der Wikipedia-Artikel über die Altkatholiken ist schon sehr informativ, und wer es noch im Detail wissen will, ist im Forum unseres Bistums gut aufgehoben.

Der Wikipedia-Artikel behandelt das Phänomen Zehdenicker Franziskus-Hof allerdings etwas stiefmütterlich. Ich will mir als Altkatholik da nichts zuschreiben, was in Wirklichkeit auf dem Mist einer bestimmten, wohl besonders charismatischen Person, gewachsen ist. Aber wir können uns immerhin zu Gute halten, diesem Menschen den geistigen Raum gegeben zu haben, den er für seine Mission brauchte. Auch so wirkt Gott.

Für alle, denen das zu viel Text ist: Die Altkatholiken sind die römischen Katholiken ohne das, was den vernunftbegabten Menschen an diesen stört. Ja, das ist leider eine Negativ-Definition, aber wir hatten historisch auch keine andere Chance. Was die “Kirche von unten” will, gibt es bei uns. Außer vielleicht der Beliebigkeit, die dieser Organisation eigen ist. Denn dass es uns überhaupt gibt, liegt daran, dass uns unser ursprünglicher Glaube wichtig ist.

Im Dritten Reich hat unsere Kirche leider keine besonders rühmliche Rolle gespielt. Das hat sie mit ihren Glaubensbrüdern gemein, aber hoffen wir, dass der Umstand, keinen Bonhoeffer hervorgebracht zu haben, nur an der vergleichsweise geringen Zahl der Gläubigen gelegen hat. Dennoch: Es hätte dieser Kirche, wenn sie denn mehr sein wollte als ein Sammelbecken unzufriedener Theologen, gut angestanden, wenn einer der ihren wahrnehmbarer Widerstand geleistet hätte. Zumal der Altkatholizismus zu großen Teilen ein deutsches bzw. deutschsprachiges Phänomen bliebt, so wie auch heute die deutschen Katholiken in vielem anders ticken als der Rest ihrer Welt. Das Einfallstor für die Nazis war also da, und es gab Kräfte, die es nutzen wollten.

Um so wichtiger ist die Betonung des Gedankens der Ökumene, der uns Altkatholiken besonders am Herzen liegt. Statt sich wie der Papst in immer neuen Dokumenten Gedanken zu machen, wie man denn Christen möglichst trenngenau in Gruppen einteilen kann, halten wir unsere Abendmahlseinladung für alle Christen aufrecht. Mit den Anglikanern verbindet uns eine “full communion”, was soviel heißt, dass sich ein Anglikaner bei uns und wir uns bei ihm ganz und gar zu Hause fühlen kann bzw. können. Mein erster altkatholischer Pfarrer war ein schwuler Anglikaner mit US-Pass, und er war (und ist hoffentlich noch) ein großartiger Mensch. Muss ich dann noch erwähnen, dass bei uns auch Frauen Priester werden können?

Die “Römer” verdächtigen uns gerne als Protestanten. Aber ich lade jeden ein, sich davon ein Bild zu machen. Protestant könnte ich nie sein, aber “Römer” auch nie mehr. Schaut einfach mal bei der Gemeinde in eurer Nähe (wenn es denn eine gibt) vorbei. Mehr Links gibt es hier: http://www.alt-katholisch.de/

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Austausch

Verfasst von unfrisiertes am Mai 30, 2007

Ich liebe diesen Geruch von neuen Autos. Gut, es ist jetzt kein Luxus-Japaner mehr, sondern wie ganz zuerst ein Franzose. Das heißt natürlich, die Tür erinnert nicht mehr an einen Tresor, und der Innenraum startet öfters Versuche, mit einem zu kommunizieren. Aber bei Franzosen gehört das dazu, die haben einen eigenen Charakter. Da muss man schon dankbar sein, wenn sie vor lauter Eigenwillen nicht mal stehen bleiben. Aber was die Kisten heutzutage alles für Gimmicks haben, insbesondere, wenn man sich das teure Navi dazubestellt hat, das ist schon witzig. Mit einem Alter von über sechzig sollte man sich das vielleicht lieber nicht mehr antun, denn wer glaubt, die Benutzeroberfläche von gängiger PC-Software sei unzugänglich, kennt die Navis nicht.

Und es ist mein erster Diesel. Ungewohnter Klang, ungewohnte Zapfsäule. Aber 20 Cent pro Liter weniger. Morgen geht es auf die erste große Reise.

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Abschied

Verfasst von unfrisiertes am März 7, 2007

Besonders tief war sie nie, die emotionale Bindung zu dir. Das hatte vielleicht auch etwas damit zu tun, dass du beruflich besonders in Anspruch genommen wurdest, als ich noch sehr klein war. Aber ich wusste immer, dass ich mich auf dich verlassen kann. Deine Unfähigkeit zu lügen, dein Pflichtbewusstsein, deinen Einsatz und deine Hilfsbereitschaft habe ich sogar bewundert. Wer es nicht wirklich konsequent darauf anlegte, konnte es sich mit dir gar nicht verderben. Deiner Firma gegenüber warst du stets loyal, und hätte deine Frau nicht sowohl dich als auch deine Chefs entsprechend angetrieben, wärst du wohl aus lauter Gutmütigkeit auf einem schlechtbezahlten und arbeitsreichen Job sitzen geblieben.

Ich werde nie vergessen, wie du noch im hohen Alter neugierig warst aufs Internet und auf meine Jazz-CDs. Letztes Weihnachten hast du mir sogar auf deinem Klavier richtig etwas vorgejazzt - das heißt, du hattest dich eingelassen auf diese für dich fremde Art, Musik zu machen. Das bringen die meisten Menschen schon mit 30 nicht mehr. Gut, wir haben uns auch gerne heftig gestritten, bis die Fetzen flogen, aber wir konnten uns nie richtig böse sein. In Erinnerung wird mir auch bleiben, wie unerwartet locker du auf die erste große Schramme reagiertest, die ich als frischgebackener Führerscheinbesitzer in meinen neuen R5 gefräst hatte, der doch aus deinem sauer verdienten Geld bezahlt worden war. Solche Beispiele wirken mehr als jeder Werteunterricht.

Der Abschied von der Arbeitswelt war für dich ein Schock, den zu verarbeiten du erstmal ein Jahr Zeit brauchtest. Die Powerfrau an deiner Seite machte es dir auch nicht immer einfach. Als sie schwer krank wurde, hast du sie aber bis zu ihrem Tod unermüdlich und aufopferungsvoll begleitet. Das war schon eine ungeheuer erfolgreiche Symbiose, ihr beide. Mit einer anderen Frau fandest du in deinen letzten Jahren noch ein weiteres, spätes Glück, das ich dir so sehr gegönnt habe. Als die Zeichen sich mehrten, dass deine Zeit hier zu Ende geht, wählte der liebe Gott einen Weg, dich nicht mehr lange leiden zu lassen. Ja, auch den trotz aller Zweifel wie selbstverständlichen Glauben habe ich letztlich wohl dir zu verdanken - einer der Punkte, bei denen wir uns immer einig waren. Zu eigenen Enkeln hat es zu deinen Lebzeiten nun nicht mehr gereicht, aber die Enkel deiner späten Freundin hatten dich eh gleich als Opa adoptiert. So war es wohl immer bei dir - trotz Krieg, Gefangenschaft, unglücklicher erster Ehe und zu frühem Tod deiner zweiten Frau: Es gab stets einen neuen Weg für dich. Du hast es immer wieder geschafft. Und ich wüsste keinen, der es mehr verdient hätte.

Du warst und bleibst ein Beispiel für mich. Wir bleiben in Verbindung. Mach’s gut, Papa.

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Henkel: Kaufen oder verkaufen?

Verfasst von unfrisiertes am Dezember 18, 2006

Der mittlerweile reine Markenartikler Henkel hat sich entschlossen, den in zwei Jahren wegen Erreichens der Altersgrenze ausscheidenden Konzernchef Lehner durch einen Outsider par excellence zu ersetzen, und zwar den Dänen Kasper Rorsted, der seine Berufserfahrung bislang vor allem in der IT-Branche sammelte und erst vor einem Jahr zum Düsseldorfer Unternehmen stieß.

Für die FTD ist das ein “doppelter Tabubruch“: Der “Neue” stammt weder aus dem deutschen Sprachraum, noch fand seine Karriere bei Henkel selbst statt. Dementsprechend sind auch die Hoffnungen, die sich mit ihm verbinden. Er soll den Konzern internationaler machen und “frischen Wind” ins Unternehmen bringen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Erfahrung mit (K)Ubuntu

Verfasst von unfrisiertes am November 25, 2006

Mal abgesehen von dem Problem mit dem X-Server-Update muss ich sagen: Alles flutscht. Gut, ich habe noch nicht Firefox 2.0 auf der Platte, aber mit den richtigen Erweiterungen eines FF 1.5 vermisst man den auch nicht. Den Anspruch, die Sicherheitsupdates einer im Gegensatz zu Debian ziemlich aktuellen stabilen Anwendung rechtzeitig zu liefern, erfüllt mein Kubuntu 6-04 bislang tadellos.

Das, was ich suchte. Danke, Mark Shuttleworth und einige Hundert Programmierer.

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Musik für den Crosstrainer

Verfasst von unfrisiertes am Oktober 23, 2006

Seit fast zwei Monaten besuche ich regelmäßig ein Fitness-Studio in meiner Stadt. Die wichtigste Frage für mich ist: Wie halte ich 30-40 Minuten Crosstrainer aus? Das angebotene Fernsehprogramm reizt mich zu der Zeit, in der ich trainiere, nicht besonders. Bleibt also der Vorrat meiner OggVorbis-Sammlung.

Bisherige Erkenntnis: Gerald Albright, Jeff Lorber und ELO funktionieren pulsberuhigend und schrittfrequenzfördernd super. Fourplay, Dave Koz und Bob Baldwin eher nicht.

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