Unfrisiertes

Unfrisiertes, Unreifes, Unüberlegtes

Irrweg und Erlösung

Verfasst von unfrisiertes am Mai 19, 2008

Von den Beschreibungen her war Fedora 9 super. Und weil es eine einfach einzurichtende Verschlüsselung der Festplatten versprach, wollte ich es auf einem meiner Rechner auch mal ausprobieren. Es flog am nächsten Tag runter, und rauf kam mein vertrautes Kubuntu.

Grund: Für die neue Xorg-Version, die Fedora 9 verwendet, gibt es noch keinen proprietären Nvidia-Treiber. Und leider kann der Bildschirm, der diesem meinen Rechner zugeordnet ist, auch den Standard-Treiber „nv“ nicht leiden, was er nach wenigen Minuten mit einem schwarzen Bildschirm eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die im Netz angebotenen Hacks haben für mich nicht funktioniert.

Also kam wieder der Hardy Heron in der KDE-Version rauf, und was soll ich sagen: Mit ein wenig Know-how geht sogar die Verschlüsselung.

Der Trick geht so.

1. Mit der Alternate-CD installieren.
2. Bei der Partitionierung auf „Manuell“ gehen.
3. Vom auserkorenen Festplattenplatz ca. 200 MB für ext3 und /boot reservieren.
4. Den Rest als „physikalisches Volume für Verschlüsselung“ einrichten.
5. Verschlüsselung konfigurieren. Da wird dann das Passwort festgelegt (am besten eins ohne „z“, „y“ und deutsche Sonderzeichen nehmen) und alles eingerichtet.
6. Die Partition als LVM einrichten.
7. Für die LVM unter „LVM konfigurieren“ eine Volume-Gruppe einrichten.
8. Unter der Volume-Gruppe mindestens eine Root (/, ext3) und eine Swap-Partition einrichten (ich habe noch eine Home-Partition extra angelegt).
9. Mountpunkte festlegen.
10. Änderungen übernehmen.

Achtung: Das ist keine Anweisung für Rookies, sondern eine für alle, die das hier aus dem Gedächtnis Aufgeschriebene auch dann zu deuten verstehen, wenn auf dem Bildschirm gerade mal was anderes steht.

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