Musik
Verfasst von unfrisiertes am November 6, 2007
Mit Amüsement habe ich zur Kenntnis genommen, dass es drüben bei den wahren Linken eine Bestrebung gibt, der Welt die einzig korrekte Art von Musik mitzuteilen. Ganz ehrlich: Wer so denkt, kommt irgendwann auch noch auf die Idee, Sexstellungen für verbindlich zu erklären.
Also verlassen wir besser das Reich der Avantgardisten und wenden uns dem zu, was Menschen einfach so doll finden. In meinem Fall ist das der Jazz zwischen Dixie und Free, aber mit besonderer Vorliebe für sehr meliodiöse und rhythmische Themen. Spryo Gyra, Fourplay, Brian Culbertson und Jeff Lorber wären da Kollektive bzw. Leute, die für mich diese Bedingungen erfüllen.
Da ich damit rechne, dass die bei uns kaum jemand kennt, wäre ich versucht, exemplarisch Stücke dieser Bands bzw. Komponisten zur Verfügung zu stellen. Aber es gibt da dieses Urheberrecht, das eher die Vergessenheit seiner Interpreten in Kauf nimmt, als ihre Werke zu verbreiten.
Ok, you know where you get me…
November 7, 2007 um 6:53 Uhr vormittags
…ist mir eigentlich zu privat hier, mache ich sonst nicht, aber wenn Sie mich schon fragen oder so tun, als ob Sie fragen würden: Jeff-Lorber-Fan (!) - aber auch Keith-Jarrett-Fan!
Season’s greetings from
Lina
http://www.youtube.com/watch?v=io1o1Hwpo8Y
November 7, 2007 um 11:47 Uhr vormittags
“dass es drüben bei den wahren Linken eine Bestrebung gibt, der Welt die einzig korrekte Art von Musik mitzuteilen.”
Wo tut das denn wer? Würde mich interessieren.
Herzlich, Zettel
November 7, 2007 um 2:54 Uhr nachmittags
Danke für den Link! Der gute Keith, wie er leibt und lebt, mit all seinen Marotten… Zum Glück hat er seine seltsame Erschöpfung überwunden.
November 7, 2007 um 7:11 Uhr nachmittags
Keith Jarrett finde ich gerade mit seiner Interpretation der “Goldberg-Variationen” von J. S. Bach gut. Ein Klavier klingt in meinen Ohren allemal am besten, wenn darauf Musik von Bach, Beethoven, Mozart oder auch Rachmaninoff zu hören ist
November 7, 2007 um 9:05 Uhr nachmittags
Rayson, an einem so beschissenen Tag wie diesem sollte ich vielleicht auch etwas Jazz hören. Ich merke gerade das meine Sammlung da doch sehr begrenzt ist. Empfehlungen?
November 7, 2007 um 9:31 Uhr nachmittags
Kommt immer drauf an, was man so mag. Jazz ist vielfältig, von Dixie bis Free.
November 7, 2007 um 10:09 Uhr nachmittags
Ich habe gar keine Ahnung. Ich glaube aber Dixie ist mir zu hektisch.
November 7, 2007 um 10:38 Uhr nachmittags
Wenn du eher auf ruhige Sachen stehst, würde ich dir Fourplay (z.B. “Journey”
oder besagten Jeff Lorber (z.B. “He had a hat” oder das etwas poppig-groovigere “Flipside 2005″
empfehlen.
Das geht so in die Richtung “Fusion”, auf die “echte” Jazzer herabsehen, weil sie “zu kommerziell” sei. Für jazzungeübte und rock- bzw. poperfahrene Hörer aber eine gute Sache zum Einstieg.
Dave Koz und Brian Culbertson wären auch noch gute Tipps. Letzterer hat gerade letztes Jahr ein recht neckisches und abwechslungsreiches Album mit Weihnachtssongs herausgebracht (”A Soulful Christmas”), vielleicht passt das jetzt
Oder fang einfach mit dem Internet-Radiosender “SmoothVibes” (Einstieg über den “Schwestersender” SwissGroove) an.
Mein Lieblingsalbum ist aber immer noch “Road Scholars” von Spyro Gyra, eine Sammlung von Liveauftritten. Nicht mehr ruhig und “smooth”, dafür aber mit vielen Stilrichtungen und Ideen.
November 9, 2007 um 7:47 Uhr vormittags
Äh, 21,99 Euro bei Amazon. Vorsichtig gesagt wissen die Jungs wohl auch was gut ist…
Dezember 12, 2007 um 3:36 Uhr nachmittags
@Zettel
Da habe ich jetzt erst den Kommentar aus dem Spamfilter geholt…
Na, es gibt da einige Spezialisten, die alle Musik vor der Zwölftonmusik für gesellschaftlich “falsch” halten…