Unfrisiertes

Unfrisiertes, Unreifes, Unüberlegtes

Archiv für Mai, 2006

GNOME oder KDE?

Verfasst von unfrisiertes am Mai 26, 2006

Auf meinem kleinen Shuttle läuft Ubuntu Dapper Drake ganz manierlich, wenn man davon absieht, dass ich das loopback und mein wlan immer noch per Hand hochfahren muss (zwei Kommandozeilen-Befehle), was aber auch damit zu tun haben kann, dass ich /var auf einer anderen Partition habe, die scheinbar erst dann gemountet wird, wenn die Netzskripte schon durch sind…

Aber ich habe mir gerade einen neuen Hobel (mit etwas mehr Speicher in allen Kategorien) bestellt, und da stellt sich die Frage aller Linux-Fragen: GNOME oder KDE? Also Ubuntu oder Kubuntu? Bevor die Puristen losschreien: Die Shell nimmt einem damit ja keiner….

Über SuSE und Kanotix war ich ja bisher KDE gewohnt, aktuell nutze ich aber eben GNOME. Der Glaubenskrieg, der hier wie bei allen ähnlichen Fragen (welches OS, welche Distribution) von der Teeniefraktion gepflegt wird, interessiert mich dabei weit weniger als der Nutzen für mich. Hier mal die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht:


pro GNOME

  • schicker
  • eleganter
  • schnell (subjektiv, und ich kenne Kubuntu noch nicht)
  • Firefox und Thunderbird sind optisch gut integriert
  • schöne Schriften auf Anhieb
  • gstreamer
  • Liferea
  • Original-Ubuntu-Flair

kontra GNOME

  • Doppelklick (dabei heißt es doch immer, KDE sei ein abgekupfertes Windows…)
  • Nautilus (ist nicht so mein Ding)

pro KDE

  • viel mehr integrierte Programme
  • k3b
  • amaroK
  • mehr Einstellmöglichkeiten
  • übersichtlicheres Kontrollzentrum
  • Konqueror
  • Einfachklick
  • in Deutschland verbreiteter (mehr Hilfe)
  • überhaupt: sehr stark europäisiertes Projekt


kontra KDE

  • Updates sind Mega-Umstellungen mit Risikogarantie
  • Grauen vor Umstellung auf Version 4

Klar, ich weiß, ich kann Liferea auch unter KDE und amaroK auch unter GNOME laufen lassen, nur ist das optisch ein Verbrechen… Einstweilen bin ich noch am Grübeln. Vielleicht weiß einer der drei Leser dieses Blogs ein schlagendes Argument für eine von beiden Alternativen?

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Eurovision Song Contest: Nachbarn, Bevölkerung und Migration

Verfasst von unfrisiertes am Mai 21, 2006

Die Songs können so unterschiedlich wie sonst etwas sein, dem Beobachter drängt sich bei der Stimmvergabe zum Eurovision Song Contest der Eindruck auf, die Abstimmenden in einigen Ländern würden bevorzugt die Punkte auf ihre Nachbarn verteilen bzw. einige Teilnehmer würden besonders von den Stimmen aus den Nachbarländern des Landes profitieren, für das sie starten.

Ich habe mal versucht abzuschätzen, wie stark das der Fall ist. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ein Controller in der Hölle

Verfasst von unfrisiertes am Mai 20, 2006

Ein Controller kommt bei einem Autounfall ums Leben. Als er vor der Himmelstüre steht verwehrt ihm Petrus den Eintritt. „Du hast zu Lebzeiten so viele Arbeitnehmer wegstrukturiert und wegrationalisiert, und damit sie und ihre Familien unglücklich gemacht, ich kann dich so nicht herein lassen.“ So muss der Controller in die Hölle hinab. Der Teufel freut sich und empfängt ihn mit offenen Armen.

Vier Wochen später schaut Gott auf die Erde hinab und sieht den Controller durch Frankfurt laufen. Sofort setzt er sich ans Telefon und ruft beim Teufel an: „Luzifer, was ist los bei dir? Ich habe den Controller in Frankfurt gesehen. Seit wann lässt du eine Seele wieder frei?“ Gequält lacht der Teufel in den Hörer: „Hör mir mit dem bloß auf. Kaum war er da hat er nur rumgemotzt. Hat ständig von Uneffizienz und Überkapazitäten gesprochen. In den vier Wochen hier hat er die Hälfte meiner Höllenfeuer stillgelegt und 2.000 Hilfsteufel entlassen. Und die restlichen kommen nicht mehr zum Seelenfangen, weil sie ständig in irgendwelchen Meetings sitzen oder Zwischenberichte schreiben und Statistiken führen müssen. Da blieb mir nur eine Möglichkeit: Ich habe ihn an den einzigen Ort geschickt, der mit meinem ‚kleinen Unternehmen’ vergleichbar ist – zu dem großen Bankhaus nach Frankfurt.“

(aus: Controller’s E-News)

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Erste Erfahrungen mit Ubuntu

Verfasst von unfrisiertes am Mai 20, 2006

Ein neuerliches Desaster mit dem dist-upgrade bei Debian “unstable” hat den Entschluss herbeigeführt, auf eine stabilere Distribution zu wechseln. In Frage gekommen wäre z.B. auch Debian “testing” (”stable” wäre mir dann doch etwas zu sehr hinter der Zeit, auch was die Treiberunterstützung betrifft), aber wie angekündigt soll es ja das neue Ubuntu mit “Long Term Support” werden.

Weil ich aber nun mal wieder das aktuelle Problem hatte und ich den Kitzel von Freiheit und Abenteuer liebe (wenigstens am Bildschirm…), ist es jetzt mal zwei Wochen lang ein Vorab-Version, genauer “Flight 7″, von “Dapper Dake.

Da scheint es hier und da noch ein wenig zu kneifen.

Um meinen Driverloader fürs WLAN zu installieren, musste ich auf eine neuere Kernelversion zurückgreifen, weil die Sourcen für die der Installations-CD nicht verfügbar waren. Es hat mich über eine Stunde gekostet herauszufinden, dass im Firmware-Verzeichnis des neuen Kernels das Unterverzeichnis für meine WLAN-Karte fehlte. Aber man kann ja kopieren…

Das zum Start fehlende Loopback (muss mit sudo ifconfig lo up nachgeholt werden) machte die Konfiguration des Driverloaders unmöglich und sorgte bei CUPS für unendliche Trägheit.

Turboprint und CUPS mussten aktualisiert werden, um miteinander zu wollen (noch dazu eine GTK-Bibliothek, damit Turboprints Installer lief).

Gnome ist für mich extrem gewöhnungsbedürftig. Sieht aber nicht schlecht aus.

Wo ich das schreibe, sehe ich gerade, dass die Aktualisierung mir wieder einen neuen Kernel beschert hat. Der nächste Beitrag kann also wieder etwas dauern…

Update: Also das mit dem neuen Kernel lief erstaunlich glatt. Die danach installierten Header hatten wieder automatisch das benötigte Firmware-Unterverzeichnis dabei, und der Driverloader hat sich beim Erststart automatisch neu kompiliert. Dafür hängt der Netzwerkt-Start mehrere Minuten, was m.E. immer noch am loopback liegt.

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Eigentlich egal…

Verfasst von unfrisiertes am Mai 15, 2006

… wer da jetzt in der Vorrunde ausscheidet bei solchen Giganten wie Costa Rica oder Ecuador.

Odonkor ist eine gute, aber späte Idee. Dass der formschwache Kuranyi wegbleibt, auch. Aber Nowotny statt Manuel Friedrich und Hanke statt Lauth? Na ja.

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Ächz

Verfasst von unfrisiertes am Mai 13, 2006

Nach der Saison ist vor der Saison - die letzte Hoffnung des Herthaners. Jetzt zum Schluss auch noch gegen Nürnberg vergeigt. Gut, es fehlten mehrere wichtige Spieler, aber eine Klassemannschaft steckt das weg. Wollen sich die Nachrücker nicht aufdrängen? Oder können sie nicht?

Irgendwie hatte man den Eindruck, als wolle die Mannschaft wie Bayern spielen. Abgeklärt, technisch gekonnt, souverän - ging regelmäßig ins Auge. Man verlangt ja nicht unbedingt noch die Leidenschaft von 1954, aber ein wenig mehr gesunde Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens und die Möglichkeiten, Defizite durch Kampf und Einsatz zu kompensieren, hätte man sich schon gewünscht.

Götz trifft die geringste Schuld. Aber der andere, der erfolglose Hoeneß, der hat Millionen verzockt mit eklatanten Fehleinkäufen. Der letzte wirklich gute Griff seit langem war Bastürk. Aber der bleibt wohl nicht lange. Schade, denn mit einer guten Mannschaft hätte er in Berlin zum absoluten Star werden können, auch angesichts der vielen Türken in der Stadt.

Hoffen wir mal auf das Beste. Wie immer. Wenigstens können wir ja noch auf Erstliganiveau jammern.

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Netzverweigerer

Verfasst von unfrisiertes am Mai 11, 2006

KabelBW teilt mir mit, mein Anschluss sei digitalisiert, und ich könne über eine hundert Euronen teure Box von diesem Super-Angebot ohne sonstige Mehrkosten Gebrauch machen. Das Angebot ehrt KabelBW, verlangen doch andere vergleichbare Anbieter irgendwelche “Gebühren” für die Freischaltung von ansonsten frei empfangbaren Sendern. Dennoch: Warum sollte ich es annehmen? Die Sender, die mich interessieren, kann ich auch im analogen TV sehen, und ein wesentlich besseres Bild ist aus meinem Röhren-Fernseher sowieso nicht herauszuholen.

Wenn es denn irgendwann soweit sein wird, und wir über die GEZ-Gebühr hinaus für die privaten Sender monatliche Raten abdrücken sollen, dann steht mein Entschluss schon heute fest: Alles über 1 Euro hinaus ist es nicht wert. So gern ich “Navy CIS” und “Criminal Intent” sehe - es geht auch ohne. Der eine Euro bringt meine Opportunitätskostenkalkulation zum Kippen.

Dito für die Bemühungen der Telekom um ihr neues Hochgeschwindigkeitsnetz. Mir reichen die 1 MBit/s meines derzeitigen Anschlusses, um all das aus dem Netz zu laden, was mich interessiert - in erster Linie die Software meiner Linux-Distribution. Ich will das Telefonnetz weder für Filme noch für Fernsehen “nutzen”. Womit auch immer du kommst, du rosaner Gilb - es interessiert mich nicht.

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Warum es Ubuntu wird…

Verfasst von unfrisiertes am Mai 8, 2006

Ich habe es geschafft, auf meiner Festplatte ein ziemliches Durcheinander anzurichten, das nicht ohne Neupartitionierung und Neuinstallation zu reparieren ist. Zeit also für Grundsatzüberlegungen. Bisher war ich treuer Kanotix-User, doch wenn man sein System schon aus Sicherheitsgründen einigermaßen aktuell halten will, ist man bei Debian “unstable” entweder gezwungen, die Sicherheitsnachrichten genau zu verfolgen, oder dist-upgrades zu machen, was in letzter Zeit immer häufiger in die Hose ging.

Nichts gegen Kano & Co.: Auf deren Website wird man vor Problemen gewarnt. Ich bin immer noch der Meinung, dass für alle, die ein aktuelles System haben wollen und auf Support angewiesen sind, Kanotix die beste Wahl ist. Aber ich werde doch jetzt mal meinem Alter entsprechend auf das mehr Solidität versprechende (weil auf “testing” basierende) Ubuntu zurückgreifen.

Ich finde das Konzept dahinter sehr ansprechend und logisch. Es beruhigt mich, dass Entwickler dediziert dafür arbeiten. Und seitdem Mark Shuttleworth, Mastermind und Finanzier des Projekts, jetzt auch noch ein deutliches Bekenntnis zu KDE abgegeben hat, steht meinem Umstieg nichts mehr im Weg. Driverloader (Ubuntu-Treiber gefunden) und VMWare (zertifiziert) sollten laufen, /home ist auf einer eigenen Partition - alles scheint für den Neuanfang klar zu sein.

Also nur noch warten auf “Dapper Dake” (Name der neuen Version)…. Am 1. Juni soll es soweit sein.

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