Ich bin zwar ein miserabler Fotograf, aber dafür steht es wirklich jedermann frei, diese Brötchenfotos für was auch immer zu verwenden, ohne dass ich dafür jemals irgendein Entgelt verlangen werde…
Eine alte Verpflichtung aus einer Anregung von drchaos endlich erfüllend…
Der altkatholische Pfarrer und Theologe Hans-Jürgen von der Minde (übrigens auch ein begnadeter Ratzinger-Parodist) hat in der Zeitschrift “Christen heute” eine interessante Rezension zu Dawkins’ Bestseller verfasst:
Meine Liebste “wollte es so”, aber zu einem Roger-Cicero-Konzert musste sie mich überhaupt nicht überreden. Obwohl das so selten wohl nicht vorkommt, denn Cicero fragte gleich eingangs die männlichen Zuschauer, wer von ihnen denn nur da sei, weil die Frau oder Freundin darauf bestanden hatte.
Leider machte die Schwarzwaldhalle ihrem Namen alle Ehre: Der Hall im Sound störte doch sehr. Aber Bigband ist Bigband, und Cicero lässt sich von klasse Jazzern begleiten, die zwischendurch mal andeuten dürfen, was sie so drauf haben. Überhaupt ist der Mann live wirklich noch besser als auf CD. Wie schrieb die BNN:
Den gesamten Abend lang überrascht er mit einer extrem flexiblen Stimme und Klangfarbe. Er gleitet von der Tiefe in die Höhe, baut Koloraturen ein, die selbst Christina Aguilera vor Neid erblassen ließen, und wirkt nicht nur in der Coverversion von Prince’ „How Come You Don’t Call Me“ derart soulig, dass man sich leicht denken kann, welches Genre sein zweitliebstes ist.
So war’s. Aber auch die Cover-Version von Grönemeyers “Männer”, die Cicero vor dem Swing-Klangteppich seiner Band sehr jazzig interpretierte, hat mir sehr gefallen.
Alles in allem ein schöner Abend mit tollen Musikern, einem souveränen und lässigen Cicero und viel guter Stimmung. Das letzte Wort gebührt wie immer meiner Liebsten: “Der ist aber ziemlich klein.”
Brian Culbertson gehört zu den Jazzmusikern, die ich wegen ihres Kompromisses zwischem Hörbarkeit und musikalischem Anspruch bewundere. Sein jüngstes Album, “After Hours”, offenbart sich mir vor allem als Rückschritt. Ok, Culbertson hat einige interessante Melodieläufe zu bieten, aber das reicht keinesfalls für ein interessantes Album. Neues kann ich nicht erkennen, und das Alte scheint mir im Seichten untergegangen zu sein. Lieber Brian, bitte fang an zu vergessen, was andere von dir wollen. Das wäre Jazz.
Dass ich die Musik seines Vaters mag, ist die eine Sache. Dass irgendwelche Puristen weder die von Eugen noch die von Roger mögen wollen, nur deren.
Aber Roger Cicero schafft es grandios, guten Swing und gute deutsche Texte zu vereinbaren. Als Interpret zumindest, denn neben der geilen Big Band im Hintergrund tragen natürlich Komponisten, Arrangeure und Texter zu Rogers Erfolg bei. Aber der Sänger ist der USP. Und etwas besseres hätte dem Jazz hierzulande nicht passieren können, auch wenn er sich letztlich ganz anders anhört.
Und wo wir schon bei Musik sind: In meinen Ohren ist Jeanie Brysons “Tonight I need you so” pure Magie. Und konkret der “Two Hump Ride” jede vorstellbare Steigerung davon.
Bei Maischberger läuft eine für die üblichen Verhältnisse sicher interessante Diskussion. Wie soll ich mich als politisch interessierter Mensch entscheiden, der die Sendung aus verschiedenen Gründen nicht in ein Fenster auf seinen PC holen kann, wenn der Fernseher in einem anderen Raum steht?
Der bisher einzige Kommentator bei amazon.de äußert sich wie folgt:
Die CD von Nils ist musikalisch ungewöhnlich einfallsreich, von den (meist eigenen) Musikstücken her angenehm abwechslungsreich und insgesamt sehr, sehr gut performed. Begnadeter kann Smooth-Jazz kaum in Szene gesetzt werden. Nils ist ein ausgezeichneter Gitarrist, und auch die Perkussionisten/Keyboards sind herausragend. Unter den durchweg guten Stücken sind “Georgy Porgy” und “Sneakin” besonders hervorzuheben, letzteres mit ungewöhnlichen, sehr gut gemachten Harmoniewechseln. Die CD hat Pep und atmet den Geist des amerikanischen Westens.
Insgesamt stimme ich ihm zu. Aber ich mag “Hey Ya” noch ein wenig mehr.
Mit Amüsement habe ich zur Kenntnis genommen, dass es drüben bei den wahren Linken eine Bestrebung gibt, der Welt die einzig korrekte Art von Musik mitzuteilen. Ganz ehrlich: Wer so denkt, kommt irgendwann auch noch auf die Idee, Sexstellungen für verbindlich zu erklären.
Also verlassen wir besser das Reich der Avantgardisten und wenden uns dem zu, was Menschen einfach so doll finden. In meinem Fall ist das der Jazz zwischen Dixie und Free, aber mit besonderer Vorliebe für sehr meliodiöse und rhythmische Themen. Spryo Gyra, Fourplay, Brian Culbertson und Jeff Lorber wären da Kollektive bzw. Leute, die für mich diese Bedingungen erfüllen.
Da ich damit rechne, dass die bei uns kaum jemand kennt, wäre ich versucht, exemplarisch Stücke dieser Bands bzw. Komponisten zur Verfügung zu stellen. Aber es gibt da dieses Urheberrecht, das eher die Vergessenheit seiner Interpreten in Kauf nimmt, als ihre Werke zu verbreiten.